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Drei “One in 8 Million”-Ableger starten in Berlin

Innerhalb von einer Woche haben gleich drei Berliner Nachrichtenwebsites unabhängig voneinander eigene Multimedia-Serien gestartet, in denen die Bewohner Berlins in Form von Audio Slideshows porträtiert werden.

Den Anfang machte der Tagesspiegel mit Nahaufnahme Berlin, dann folgten die Berlinfolgen der taz und schließlich die Berliner Morgenpost mit Ich bin ein Berliner. Für alle drei Projekte diente offenbar 1 in 8 Million der New York Times aus dem Jahr 2009 als Vorbild, zumindest Tagesspiegel und Morgenpost beziehen sich darauf. Genauso wie bei der berühmten Vorlage sollen nun regelmäßig neue Porträts von Berlinern hinzukommen.

Die Nahaufnahme Berlin von David Ensikat und Mike Wolff startet mit vier Audio Slideshows, 20 weitere Folgen sind laut Werben und Verkaufen fertig produziert. Mit der Mini-Serie wolle Tagesspiegel Online testen, ob die Nutzer das aufwendig zu produzierende Format Audio Slideshow annehmen oder nicht. Nach Angaben des Magazins sucht die Redaktion zurzeit einen Sponsor für das Projekt, denn von Finanzierung und Erfolg hängt es ab, ob die Nahaufnahme eine Zukunft hat.

Ebenfalls mit zunächst vier Folgen warten die Berlinfolgen der taz auf, die die Produktionsfirma 2470Media produziert. Die Serie umfasst laut einem entzückten Tweet des Medium Magazins beträchtliche 52 Folgen. In welchem Rhythmus die veröffentlicht werden sollen, ist nicht bekannt. Bei den Berlinfolgen handelt es sich um sogenannte Videoslides, die Fotos und Bewegtbild-Sequenzen in einem Video kombinieren.

Wer auf die Website der Morgenpost surft und Ich bin ein Berliner (IBEB) anklickt, bekommt zu Beginn vier Folgen zu sehen. Jede Woche soll ab sofort eine neue Audio Slideshow hinzukommen, während in der Print-Ausgabe der Berliner Morgenpost jeweils das Porträt zu lesen ist. Laut Redaktionsleiter Dirk Nolde handelt es sich bei der Multimedia-Serie um keinen Test wie beim Tagesspiegel. IBEB soll bis auf weiteres fortgesetzt werden. Einen Endtermin gebe es nicht. Unabhängig davon ist die Nähe des Projekts zu 1 in 8 Million auffällig. Selbst das Design der IBEB-Seite ist an die Vorlage aus New York City angelehnt.

Aktualisiert: 19.4.2011

1 Kommentar zu “Drei “One in 8 Million”-Ableger starten in Berlin”

  1. #1 Mitja Cudlin
    am 8. Dez 2011 um 15:22

    Tja, schade, dass Deutsche nie eigene Ideen haben und ständig alles aus den USA kopieren müssen. Sehr kreativ.

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