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6 Beispiele für Foto-Journalismus im Web

Auch wenn er bislang sehr textlastig daherkommt, so bietet der Online-Journalismus doch Raum für visuelle Darstellungsformen. Häufige Vertreter sind dabei meistens Fotos, die Texte schmücken müssen. Doch es gibt auch Online-Projekte, die sich ganz der Fotografie widmen. Sechs Multimedia-Beispiele:

The Big Picture (Boston Globe)

Dieser Foto-Blog ist mit seinen großen, eindrücklichen und hochwertigen Fotos oft herausragend. Kurioserweise lassen sich Fotos, die in Deutschland aufgenommen wurde, regelmäßig an den Lichtverhältnissen oder an der Natur erkennen.

Days with my father (Phillip Toledano)

Ein Sohn hat seinen Vater, der an Alzheimer leidet, auf seiner letzten Lebensabschnitt begleitet. Dabei hat er die Etappen der schleichenden Krankheit in Fotos festgehalten. Ein einfühlsames Stück in schlichtem Design. Die Navigation ist – wie leider oft bei Multimedia-Produktionen – gewöhnungsbedürftig.

Before I die I want to … (Polaroid Project)

Polaroid-Kameras sind aus dem Alltag weitgehend verschwunden, doch für dieses Projekt kam die alte Technik wieder zum Einsatz. Zu sehen sind Porträt-Fotos, unter die der jeweils abgelichtete Mensch geschrieben hat, was er/sie vor dem eigenen Tod noch machen will. An dem Beispiel lässt sich sehr gut sehen, wie stark Porträt-Fotos gepaart mit persönlichen Informationen wirken.

Ian Fisher: American Soldier (Denver Post)

Dreiteiliges Foto-Projekt, in dessen Mittelpunkt ein junger US-Soldat steht, der in den Krieg zieht.

Vom Salzbergwerk zum Atommülllager (Zeit)

Zum Bereich Fotografie gehören auch Panoramabilder. Zeit Online hat in diesem Beispiel das Atommülllager Asse dargestellt. Einerseits finde ich es gut, weil der Leser so eine bessere Vorstellung von den Räumen bekommt. Andererseits überzeugen mich die verzerrten Bilder und die fixen Standpunkte nicht. Besser finde ich in der Hinsicht beispielsweise Google Street View. Dort bekommt der User ein gewisses Gefühl der Freiheit, in dem er seinen Standpunkt selbst festlegen kann.

Glastonbury 2010 (Orange)

Ein komplett anderer Ansatz von einem Panorama-Foto findet sich bei Glastonbury 2010. Man sieht die Besucher der Veranstaltung auf einem großen Bild. Internet-Nutzer, die sich selbst darauf erkennen, können dann ihr Facebook-Profil zuordnen. Eine interessante Kombination aus Social Media und Fotografie.

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