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Axel Springer Akademie: Fotos und Bewegtbild

Audio Slideshows mit Video-Elementen. Darum hat sich Anfang November 2010 ein dreitägiger Workshop gedreht, in dem ich das Team 8 der Axel Springer Akademie in Berlin unterrichtet habe.

Als Einführung in das Thema Audio Slideshow bekamen die angehenden Journalisten diese Beispiele zu sehen:
- Pergola (Fabian Mohr)
- Mario Röllig im Stasi-Gefängnis (von mir selbst)
- Außen Puff, innen die Hölle (Matthias Eberl)
- The 10th Mountain Divison (Time Magazin)
- Journey to the boarder (Washington Post)

In der Schulung zeigte sich dann mal wieder, wie anspruchsvoll es ist, allein mit Fotos einen Film zu produzieren. Dabei werfen Kritiker dem Format Audio Slideshow oft vor, ein schneller und billiger Abklatsch von Bewegtbild-Videos zu sein. Das Gegenteil ist der Fall, auch bei der Produktion.

Es ist schwierig, eine spannende Geschichte zu erzählen, wenn sich das Bildmaterial nicht bewegt. Die von Radio- und TV-Journalisten so gerne verwendete Phrase “das versendet sich” funktioniert hier eben nicht. Ein tolles Bild wertet eine Audio Slidehow mit jeder Sekunde auf, die es zu sehen ist. Genauso wie ein schlechtes Foto das Werk nach unten zieht. Und von schlechtem Ton will ich gar nicht erst anfangen.

Davon abgesehen sollte man Audio Slideshows und Bewegtbild-Videos nicht künstlich in verschiedene Schubladen stecken. Sie unterscheiden sich in Nuancen und in Wirkung, gehören aber zum selben Stammbaum. Wenn man beide kombiniert, kann das für das Ergebnis bereichernd sein und darauf kommt es ja an. Das sieht die Axel Springer Akademie offensichtlich genauso und legte Wert darauf, Audio Slideshows mit Video-Elementen zu verbinden.

Die Erfahrungen, die die Journalistenschüler in der Schulung  gesammelt haben, spielten sicherlich eine Rolle für ihr eigenes Projekt, eine iPad-App mit den Namen “Kraftwerk D”. Ein “Jahresrückblick mit Zukunft”, heißt es auf der Website der Axel Springer Akademie, der mit 3D-Grafiken, Audio-Slideshows und Videos in HD-Qualität ergänzt sein soll.

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