
Bild: Screenshot (16.7.2008), Turi-2
In seinem “Branchenfernsehen” hat Turi den Chefredakteur von sueddeutsche.de, Hans-Jürgen Jakobs, interviewt. Interessant wird es bei Zeitindex 3:50 Minuten, als er fragt:
Was wäre das Projekt, das Hans-Jürgen Jakobs noch gerne online machen würde, wenn er nicht aufs Geld gucken müsste?
Seine Antwort lässt aufhorchen - und ist gleichzeitig eine Zustandsbeschreibung des Online-Journalismus und der Audio-Bildergalerie in Deutschland.




am 17. Jul 2008 um 09:17
Richtig ist die Aussage von Herrn Jakob, dass der Aufbau einer Videoredaktion viel Geld kostet.
Aber wo bei Audio-Bildergalerien die hohen Kosten liegen sollen, ist mir schleierhaft. Fotografen hat die Süddeutsche und damit auch gute Bilder. Und gute Audio-Aufnahmen zu machen ist sicherlich keine Frage des Geldes, sondern eher des Engagements.
am 17. Jul 2008 um 23:17
Größere Mehrausgaben entstehen bei Audio-Bildergalerien sicherlich nicht hinsichtlich der zusätzlichen Technik, sondern durch den Zeitaufwand für die Produktion und damit für das Personal.
Natürlich hängt dies vom Anspruch ab, aber eine gelungene Ton-Bild-Strecke kann von der Produktion genauso viel Zeit benötigen wie ein Videobeitrag.
am 22. Jul 2008 um 15:43
Bin eigentlich (für Re-Kommentare) ständig auf der Suche nach neuen Audio-Slideshows. Und fündig werde ich fast ausschließlich im US-amerikanischen Medientopf. Das Angebot dort ist sowohl von professioneller als auch von privater Seite äußerst facettenreich - und trotzdem finde ich nicht gerade häufig etwas, das mir gefällt. Imho kann man nicht einfach ein paar Süddeutsche Fotografen nehmen und glauben, das würde Herrn Jakobs Vorstellung entsprechen. Da müsste man wohl auch einkaufen, Preise ausloben, aufwendig selber produzieren (auch mal Musiker sounds produzieren lassen) etc.
Das kostet schon.
Aber schön, daß Ha-Jü-Ja das so sieht.
Grüße
am 25. Jul 2008 um 14:51
Natürlich benötigt man für eine Slideshow das entsprechende Personal. Das war, was ich mit Engagement meinte. Doch von den Technik-Kosten ist es ein himmelweiter Unterschied, ob ich Slideshows produzieren möchte oder Videos.
Und ich denke mit “ein paar Süddeutsche Fotografen” ist schon sehr gutes Know How vorhanden, die die eine Seite der Slideshows, die Bilder, abdecken können.
Das man Musiker braucht oder teure Sounds, das glaube ich nicht. Viel wichtiger ist doch, dass man Geschichten erzählen kann. Und das sollte ein Redakteur können, egal ober er Print oder Fernsehen macht.
Im übrigen nervt mich bei den amerikanischen Slideshows häufig die dramtische Gefühlsmusik. Da habe ich immer das Gefühl, es soll etwas wichtiger gemacht werden, als es ist.