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Typografisches Storytelling

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Bild: Screenshot (23.8.2007), TheStar

Passend zum Kommentar von Nineja die Audio-Bildergalerie „Abduction – an afternoon in Haiti“ (TheStar.com), die ausschließlich Musik und Typografie für das Storytelling verwendet. Die Strecke ist sehr spannend. Über die Musik kann man sich sicherlich streiten, aber sie gibt der Strecke Atmosphäre und Dramaturgie. Die typografischen Informationen werden ähnlich einem Newsticker eingestreut und heizen die Dramaturgie weiter und weiter an.

Typografie ist ein sehr gutes Mittel für das Storytelling, das bisher fast nicht eingesetzt wird. Die Informationen werden eingeblendet wie bei einem Stummfilm und müssen daher komprimierter und aussagekräftiger sein als bei Ton. Sie funktionieren wie starke Überschriften (nicht zu verwechseln mit Bildunterschriften). Eine Klang-Galerie mit geschriebener Story.

Man könnte kritisierend behaupten, dass diese Musik-Stummfilme einen Rückschritt darstellen. Warum sollte ich gerade auf Ton bei einer Audio-Bildergalerie verzichten? Wie immer: Es kommt auf die Story, die erwünschte Wirkung und die technischen Möglichkeiten an. Beispielsweise, wenn ein Fotograf keinen Tonrecorder dabei hat, wenn der Schwerpunkt stärker auf die Fotos gelegt werden soll oder wenn die Geschwindigkeit der Story beeinflusst werden soll. Die Wirkung der oben genannten Ton-Bild-Strecke wäre mit Ton-Informationen und O-Tönen nämlich eine ganz andere.

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