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In Bewegung bleiben mit Ken Burns

Schon einmal etwas von Ken Burns gehört? Oder von dem nach ihm benannten Effekt? Ken Burns ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilmer, der sich zumeist historischer Themen annimmt. Dafür setzt er hauptsächlich Fotografien ein, die er mit Kamerafahrten und Zooms zum Leben erweckt. Das Ergebnis: Das aus Fotografien bestehende Video wirkt sehr „bewegt“ und filmisch. Davon machen ebenfalls aufwendigere Audio-Bildergalerien Gebrauch. In Zukunft wird dies stark zunehmen, da eine entsprechende Funktion in die neue Plus-Version von Soundslides implementiert worden ist.

Regina McCombs von der Star Tribune hat Ken Burns für das Poynter Institute interviewt. Den Leser erwarten einige interessante Äußerungen bezüglich des nach ihm benannten Ken-Burns-Effekt. Für die Mittel Zoom und Kamerafahrt (an dieser Stelle Motion genannt) hält er sich an folgende Regeln:

1. Be true to the photograph

Jedes Foto besitzt eine Aussage. Über Motion verändert sich die Aussage, der Autor kann auf einzelne Elemente hinweisen – ähnlich verschiedener Kameraeinstellungen. Allerdings macht Motion nur dann Sinn, wenn daraus eine Bedeutung entsteht.

2. Guide the eye

Die Motion zwingt den User seine Aufmerksamkeit auf die Elemente eines Fotos zu richten, auf die der Autor hinweisen möchte. Dies ist Teil des Storytellings, da auf diese Weise die Story weitergesponnen wird.

3. Less is more (effective)

Die Menschen sind an visuelle Motion gewohnt, ja erwarten sie sogar. Daraus entsteht ein gefühlter Zwang, Motion einzusetzen, woraus allerdings keine zusätzliche Bedeutung entsteht. Burns möchte statt zu viel Motion lieber etwas Beständigeres, etwas Bedeutungsvolles schaffen.

Diese Regeln haben bei mir doch einen gewissen Aha-Effekt ausgelöst, dienen sie doch wie eine Bedienungsanleitung.

[via Poynter]

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